Therapieverfahren

Körper- und Ohrakupunktur nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin

 Die Akupunktur basiert auf der Lehre von Yin und Yang, die später durch die Fünf - Elemente - Lehre und der Lehre von den Meridianen ergänzt wurde. Sie verwendet drei Verfahren:Einstechen von Nadeln in Akupunkturpunkte, Erwärmen von Akupunkturpunkten (Moxibustion), Massage der Akupunkturpunkte (Tuina, Akupressur). Bei der Nadelbehandlung werden sehr dünne (0,2 - 0,4 mm) Nadeln in genau definierte Punkte (Akupunkturpunkte) durch die Haut gestochen. Die meisten dieser Akupunkturpunkte liegen auf den zwölf so genannten Hauptmenridianen. Entsprechend des chinesischen Erkrankungssyndroms werden auf den zugehörigen Meridianen Fern- und Nahpunkte ausgewählt. Die Nadelung der Akupunkturpunkte setzt körpereigene Überträger- und schmerzhemmende Stoffe wie Endorphine, Adenosin und Enkephalin frei. Viele dieser Wirkungsweisen können sonst nur über künstliche Mittel wie pharmazeutische Produkte in Form von Tabletten oder Injektionen erreicht werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die nachfolgenden Erkrankungen auf die Indikationsliste der Akupunktur gesetzt.

> Infektionskrankheiten

> Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

> Erkrankungen der Atemwege

> Herz- und Kreislauferkrankungen

> Blutkrankheiten

> Erkrankungen der Harnorgane

> Erkrankungen der inneren Sekretion

> Erkrankungen des Bewegungsapparates 

​> Neurologisch-Psychiatrische Erkrankungen

 
> Chirurgische Erkrankungen
 
> Augenkrankheiten
 
> Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten
 
> Erkrankungen der Mundhöhle
 
> Hauterkrankungen
 
> Andere allgemeine Indikationen
 
Die Akupunktur ist eine der sichersten und effektivsten Behandlungsmethoden. Sie wird in unserer Praxis Ausnahmslos mit sterilen Einmalnadeln durchgeführt, so dass eine Übertragung von Infektionskrankheiten durch die Akupunkturnadeln vollkommen ausgeschlossen ist. Häufig kommt es vor, dass es während und nach der Akupunktur zu einer allgemeinen Ermüdung oder zu Schweregefühlen der Arme und Beine kommt. Dabei handelt es sich um einen erwünschten Effekt der Akupunkturbehandlung. Wenn möglich, sollten sie sich daher nach der Akupunktur zu Hause noch ausruhen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, in der Praxis noch nachzuruhen.
 
Die Ohrakupunktur (auch als Auriculo-Therapie bezeichnet) ist eine Diagnose- und Therapieform mit langer Tradition. Ihre Wurzeln reichen zurück bis ins Altertum zu Hippokrates (5Jh.v.Chr.). Hinweise auf die Ohrakupunktur finden sich auch in 2000 Jahre alten chinesischen Schriften oder im alten Ägypten.
 
Heute finden sich in der Ohrakupunktur zwei verschiedene Richtungen, die sich z.B. in der Punktelokalisation unterscheiden. Bei der Ohrakupunktur der traditionellen chinesischen Medizin basiert deren Wirkung auf dem Meridiansystem. Die französische Methode wurde von dem französischen Arzt Paul Nogier (1908 - 1996) begründet und erstmals 1956 auf einem Akupunkturkongress vorgestellt.
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 

 

 

 

 

 

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